
Das 2006 auf Initiative von König Mohammed VI. gegründete SIAM hat sich schnell zu einem wichtigen Treffpunkt im Agrarsektor entwickelt.
Der Agrarsektor macht etwa 14 Prozent des marokkanischen BIP aus (2016). Daher wollte Marokko eine Veranstaltung schaffen, die das gesamte landwirtschaftliche Know-how des Landes vereint, um den Agrarsektor durch die Förderung von Partnerschaften und Investitionen zu dynamisieren.
Das SIAM versteht sich auch als Förderer des „Plan Maroc Vert“, der 2008 gestartet wurde und eine vollständige Umstrukturierung des Agrarsektors darstellt. Dies geschieht durch eine Modernisierung und Rationalisierung der Landwirtschaft, um einen hohen Mehrwert zu erzielen und sie zu einem Motor der marokkanischen Landwirtschaft zu machen. Das SIAM ist somit zu einem Schaufenster dieses Programms geworden, da sein exponentielles Wachstum (555.000 Besucher im Jahr 2006, 1 Million im Jahr 2016) parallel zu den bedeutenden staatlichen Investitionen im Agrarsektor verläuft. Das SIAM wird vom Ministerium für Landwirtschaft, maritime Fischerei, Wasser und Wälder sowie vom Crédit Agricole Marocain finanziert und gesponsert.
Zu den Ausstellern zählen daher traditionelle lokale Produkte, Genossenschaften und Verbände, große marokkanische Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft, Hersteller von Landmaschinen, Viehzüchter mit ihren Tieren sowie die wichtigsten Banken und Vertreter des Staates, um landwirtschaftliche Projekte finanziell zu begleiten.
Das SIAM hat sich in wenigen Jahren auch zu einem echten internationalen HUB entwickelt. Tatsächlich empfing sein internationaler Bereich 2017 Vertreter aus 66 Ländern der ganzen Welt. Somit ist es zu einer unverzichtbaren Veranstaltung im afrikanischen Agrarsektor geworden und empfängt jedes Jahr hochkarätige Gäste sowie die wichtigsten Akteure der Weltlandwirtschaft wie die FAO, die Europäische Union, die Afrikanische Union und verschiedene internationale Institutionen, die in der Landwirtschaft tätig sind.